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Ein Stück von Helmut Krausser unter Regie von Daniel Bonilla-Torres
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»» Inhalt:


Der Autor hat eine Liebe für die Nachtseiten der menschlichen Psyche und hat mit „Diptychon“ eine weitere Milieustudie vom Rand der Gesellschaft geschaffen. Es geht um den Geschlechterkampf, Allmachtsphantasien und alltägliche Grausamkeiten.

Mit seinem Diptychon legt Krausser eine zweiteilige Groteske vor, die die Klischees des expressionistischen Dramas noch einmal in einer erstickend intensiven Parodie übersteigert ­ die krankhafte Mutter­Sohn­Beziehung.

Ebenso konsequent übersteigert wie die Handlung ist die Sprache, die Krausser seinen Figuren in den Mund legt: der eifersüchtigen Mutter, die ihre bösartigen Parolen wie ein Messer wetzt, dem winselnden Sohn, der "im Laufe der Jahre ein kleines Dramolett begonnen" hat und der weltläufig- naiven Elke aus dem Supermarkt. Das böse Ende des Dienstags ist Programm.

Das Grauen bewegt sich routinehaft, denn eine Reihe von "Annas" fallen unters Beil der Mutter. Aber Anna heißt dieses Mal Elke, die von einem ganz anderen „Holz geschnitzt“ ist und fügt sich ganz und gar nicht in das ihr zugedachte Schicksal.

Alles kommt anders als gewohnt. Ein bitterböser Kampf beginnt, mit immer neuen, überraschenden Wendungen. Und dann kommt der Mittwoch mit dem unerwarteten Ende.

Bestechend sind die Konsequenz und die sprachliche Präzision, mit denen Krausser seine drastische Ästhetik des Hässlichen verfolgt und den Zuschauer zum Voyeur des Monströsen macht.


Termine & Kartenbestellung

»» Produktion:

Regie: Daniel Bonilla-Torres

Es spielt: Mariangela Toso, Markus Maier, Jasmin Stiegler, Kevin Kasper


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